Fit und gesund

Wie schaffe ich es, meine Blockaden endlich zu lösen?

In der psychospirituellen Welt hört und liest man ständig über Blockaden. Blockaden im Körper, Blockaden im Geist, Blockaden im Kopf, im Denken, im Verhalten. Bei manchen Menschen hat man das Gefühl, im ganzen Leben stehen ihnen ständig irgendwelche „Blockaden“ im Weg, die sie daran hindern, voran zu kommen.

Manchmal beschleicht eine:n aber auch das Gefühl, das ist alles ein bisschen Ausrede dafür, sich nicht weiterentwickeln zu müssen. Die Komfortzone ist aber auch so ein gemütliches Nest. Das verlässt man eh ungern, und wenn man dann auch noch eine Blockade vorschieben kann, wie wunderbar!

„Ich hab kein Geld auf dem Konto, weil ich da eine Blockade habe.“ hat die eine oder andere sicher schon mal in ihrem Bekanntenkreis gehört. Egal, ob es um Abnehmen, Verhaltensänderungen, eine andere Kommunikation oder eine mitfühlendere Grundhaltung geht – die arme Blockade muss immer herhalten.

Aber was genau ist denn jetzt eigentlich eine Blockade? Und wie wird man diese blöden Dinger los?

Hier die ultimative Antwort: Eine Blockade ist ein festgefahrenes Muster. Es ist ja nicht so, dass es sich hier nur um eine Spinnerei handelt, die mit einem festen „Stell Dich nicht so an!“ beseitigt wäre.

Es sind festgefahrene, oft bereits in der Kindheit eingeübte Stereotype. Das kann der Umgang mit Essen und Ernährung sein, die Grundeinstellung gegenüber der Welt oder den Mitmenschen, oder eine andere hinderliche Sache, über die wir im Leben immer mal wieder drüber stolpern.

Ich bin mir tatsächlich ziemlich sicher, dass jeder und jede solche schon mal in einer Situation war, die er wiederholt in immer anderen Facetten erlebt. Welche Kindergarten-Mama wurde nicht schon öfter mal gefragt, ob sie einen Kuchen für das Kindergarten-Fest backen möchte. Und obwohl sie, mit Verlaub, den Arsch voll Arbeit hat, und eigentlich zutiefst NEIN sagen will, dann doch ja sagt. Und sich in dem Moment selbst verflucht – jetzt ist mir das schon wieder passiert!

Nicht Nein-sagen können ist ein sehr weit verbreitetes Muster. Die Nachbarn wollen was von dir, die Kollegen, die Eltern, die Kinder. Das Hirn schreit uns an: MACH ES NICHT!, der Mund antwortet brav, wie er es eben schon immer macht JA KLAR, und unser Hirn denkt sich mal wieder: Oh Mann, scheisse.

Eine echte Blockade. Wären wir frei, würden wir einfach freundlich antworten: Du, ich hab grad wirklich überhaupt keine Zeit. Könntest Du nicht wen anders fragen?

Oder: Nein, Chef, das schaffe ich auf gar keinen Fall zusätzlich. Soll ich dafür was anderes liegen lassen, oder kann es doch noch warten?

Kommunikation ist die Basis jeder Beziehung. Egal, ob privat oder geschäftlich. Wenn wir dem Gegenüber nicht sagen, wie es grade bei uns aussieht, wird derjenige/diejenige nicht wissen, dass uns etwas zu viel ist. Zur Not könnte man ja dabei freundlich bleiben. Man braucht ja nicht mal das NEIN direkt zu formulieren. Manchmal reicht auch schon ein kleines: Ich glaub, es ist besser, das macht jemand anderes. Ich bin da nicht so gut drin. Und so weiter.

Wir haben gelernt: Blockaden sind Verhaltens-, oder Bewegungsmuster, die uns daran hindern, das zu tun, was wir eigentlich wollen.

Aber wie kommen wir denn jetzt über diese fiesen Biester hinweg?

Eigentlich ist es ganz einfach: Analysieren. Lehre daraus ziehen. Üben.

Üben? Was soll ich denn da üben?

Naja, eben genau das, was Du nicht kannst. Deine Blockade ist eine Autobahn in Deinem Körper oder Geist. Du hast sie hundertmal befahren. Immer wieder. Es ist vielleicht nicht die schönste Strecke, aber sie ist die, die Du im Schlaf nehmen kannst.

Jetzt wird es Zeit, neue Pfade zu wählen. Natürlich ist das erstmal nur ein kleiner Trampelpfad. Das erste zaghafte NEIN, die ersten 100 Euro, die Du nicht ausgibst, und auf ein Sparbuch packst, die erste Bewerbung, das 10-Minuten-Lauftraining. Diese Liste kann man praktisch unendlich erweitern.

Je öfter Du den neuen Trampelpfad benützt, desto breiter wird er werden, desto schneller wirst Du darauf vorwärtskommen, desto gewohnter wird er werden.

Aus den 100 Euro werden irgendwann tausend, aus dem 10-Minute-Training wird eine Stunde, das Nein wird zum treuen Begleiter und Lebenserleichterer werden.

Also, wie löse ich jetzt meine Blockaden? Ganz easy: Konzentriere Dich auf die Lösungen, nicht die Hindernisse. Beachte sie nicht mehr, schenke ihnen keine Energie, und geh ab jetzt immer öfter neue Wege.

Und schon öffnen sich Türen, von denen Du bis dahin nicht mal gewusst hast, dass es sie gibt!

Probiers aus. Aber vergiss nicht – am Anfang ist es eben nur ein winziger, unausgetretener Trampelpfad außerhalb der Komfortzone!

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