Fit und gesund

Impfungen – eine integrale Betrachtungsweise

Als Heilpraktikerin (für Physiotherapie und Psychotherapie) und Physiotherapeutin habe ich sowohl eine schulmedizinische, als auch diverse alternative Ausbildungen.

Ich hab im Krankenhaus gearbeitet, in verschiedenen physiotherapeutischen Praxen, selbstständig in meiner eigenen Praxis.

Ich habe Ausbildungen in unter anderem Lymphdrainage, Anatomie, Physiologie, aber auch in alternativen Techniken wie CranioSacrale Therapie oder alternativer Körperpsychotherapie.

Seit 20 Jahren beschäftige ich mich in meinem Job und meiner Freizeit fast ausschließlich mit Krankheit und Gesundheit auf vielen Ebenen.

Gesundheit und Krankheit ist ja im Moment das einzige Thema, das uns kollektiv interessiert. Da dies mein Lebensthema ist, und ich mich für sehr gut ausgebildet und halbwegs kompetent halte, möchte ich jetzt meinen Senf zum oben genannten Reiz-Thema dazugeben.

Aus einer schulmedizinischen Sicht sind Impfungen lebenswichtig. Sie haben ursächlich zu einer wesentlichen Verlängerung der Lebenserwartung beigetragen, haben es geschafft, einige schwere Krankheiten auszurotten, und bewahren viele Menschen vor großem Leid.

Wer ein Kind mit einer Hirnhautentzündung auf der Intensivstation erlebt hat, und die schlimmen Folgen, die eine solche haben kann, unter anderem schwerste Lebenslange Behinderungen, der ist natürlich überzeugt von Impfungen.

In der naturheilkundlichen Szene werden Impfungen oft vehement abgelehnt. In vielen Büchern werden zum Beispiel die Verbesserungen der Hygienebedingungen als hauptverantwortlich für die gestiegene Lebenserwartung angesehen. In einer Auswertung des am weitesten verbreiteten impfkritischen Buches, wird zum Beispiel angenommen, dass es gar nicht die Impfungen gewesen sein können, die den Deutschen ein höheres Alter ermöglicht haben. Weil, in der gleichen Zeit, in denen mit Impfungen begonnen wurden, wurde eben auch fließendes Wasser, Toiletten mit Wasseranschluss oder der Bau von Kanalisationen Flächendeckend eingeführt.

Dabei wird aber übersehen, dass nach einer Impfung einfach Antikörper im Blut der Geimpften nachweisbar sind. Und es ist ja nicht so, und jetzt wird es tricky, dass genau so viele Menschen beispielsweise Masern bekommen, diese aber besser überstanden haben, sondern dass einfach kaum mehr jemand Masern bekommt. Meiner Meinung nach ist es die Pro-Impf-Version, ganz abgesehen von der Bestätigung in unzähligen unabhängigen Studien, einfach die logischere.

Was auch sehr unlogisch ist, ist die Angst vor Impf-Zwang. Es gibt viele Urlaubsländer, in denen eine Einreise ohne bestimmte Impfungen (z.B. Geldfieber) nicht erlaubt ist. Darüber hat sich irgendwie noch nie jemand empört. Wer in diese Länder reisen will, holt sich einfach einige Wochen vorher die entsprechenden Piekser ab und gut.

Wer so ein großes Problem damit hat, dass sein Kind zum Wohle der Gemeinschaft gegen Masern geimpft wird, ist ja auch frei, das nicht zu tun. Dann muss er sich eben ein anderes Land suchen, in dem er leben will. Wer gerne Gras raucht, kann auch nicht einfach über den Staat schimpfen, und es dann trotzdem machen. Im Zweifelsfall führt ihn der Weg dann ins Gefängnis. Wer unbedingt legal kiffen will, ist jederzeit frei, in die Niederlande umzuziehen.

Und dann die vielbeschimpfte Pharmaindustrie, die angeblich mit Impfungen reich wird. Auch hier ist logisches Denken eine gute Möglichkeit, um diesem falschen Glaubenssatz auf die Schliche zu kommen.

Das meiste Geld in der Pharmaindustrie wird nämlich mit Generika verdient. Klar, Kopfschmerztabletten, die frei verkäuflich in der Apotheke zur Verfügung stehen, bei denen sich jegliche Forschungs- und Entwicklungskosten schon längst abbezahlt haben, und für die man auch noch über alle Kanäle Werbung machen darf, bringen logischerweise die größte Rendite.

Wie viele Kopfschmerztabletten im Gegensatz zu Impfstoffen haut sich der durchschnittliche Deutsche wohl jedes Jahr so in seine Birne? Und selbst die Esoterischsten Menschen, die ich kenne, nehmen Medikamente gegen ihr Rheuma, ihre MS, ihre Migräne, usw.

Das Argument, Impfungen machen Autismus, ist mittlerweile in so vielen Studien schlüssig widerlegt worden, darauf möchte ich gar nicht mehr eingehen. Das Thema ist tot. Und selbst, wenn es noch so viele Wiederbelebungsversuche gibt – es ist einfach eine Falschbehauptung. Man kann natürlich jeder Uni und jede:r Wissenschaftler:in unterstellen, sie würde von irgendeiner ominösen Geldquelle bezahlt werden. Fragen Sie doch mal einen wissenschaftlichen Mitarbeiter an einer Uni oder sonstigen Forschungseinrichtung, ob er oder sie schon im Reichtum schwelgt, den ihm oder ihr die Pharmaindustrie großzügig zukommen hat lassen.

Was sagt Buddha? Glaube zunächst gar nichts. Überprüfe alles sorgfältig, und glaube am Ende nur das, was sich für Dich als untrüglich wahr darstellt.

Die einseitige Recherche auf einschlägigen Seiten im Netz würde Buddha sicher nicht als Wahrheitsfindung reichen. Und wer will schon einem Erleuchteten widersprechen?

Aber weg von der Religion, zurück zur Wissenschaft.

Die Pharmaindustrie hat uns über die Jahre riesige Errungenschaften gebracht. Ohne Antibiotika wäre heute eine Bronchitis noch oft tödlich. Ohne Schmerzmittel wäre das Leben von vielen Rheuma- oder Bandscheibenpatienten zum Teil unerträglich, und dass wir heute weder an einer Blinddarmentzündung, noch an einem komplizierten Knochenbruch sterben müssen, ist eindeutig eine Verbesserung für gesamte Menschheit.

Alles in der Welt hat immer mindestens zwei Seiten. Klar bleibt ein Rest-Risiko bei jeder Impfung. Aber auch Kleidung, die irgendwo in Fernost produziert wird, beinhaltet Giftstoffe. Außerdem ist Alkohol ein Nervengift, ebenso wie Nikotin. Zucker ist eindeutig in höheren Dosen giftig und macht abhängig, Fleisch sowieso. Wer Fleisch konsumiert, kann sich sowieso bedenkenlos impfen lassen – die Viecher bekommen während der Mast so viele Impfungen und Antibiotika, dass es dann eh schon wurscht ist.

Was ist noch schlecht für die Gesundheit: Haarshampoo mit Silikon, die meisten Zahnpasten, Haarspray und Co., der chemische Geruch neuer Autos, Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress, Fernsehen, übermäßige Social-Media-Nutzung, Benzin-Geruch an Tankstellen, Mikroplastik, viele Putzmittel, und, und, und.

Wir leben leider in einer Welt voller Gift. Trotzdem werden wir so alt wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Vielleicht hat die Wissenschaft in diesem Fall doch recht – oh Gott – und Impfungen sind doch gar nicht so schlimm, wie Euch die Nicht-Wissenschaft erzählen will?

Als ich im Krankenhaus gearbeitet hab, war verpflichtend, sich vorher gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Keiner hat „Impf-Zwang“ gerufen, oder das in Frage gestellt. Es war klar, dass wir weder Überträger für Risikopatienten sein wollten, noch selber Hepatitis bekommen wollten.

Keiner hat es als Eingriff in die persönliche Freiheit angesehen. Immerhin haben wir uns ja auch freien Stücken dazu entschieden, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem es viele schwere Krankheiten gibt. Und zum Glück gab und gibt es gegen ein paar von ihnen wirksame Impfungen.

Comments

8. März 2021 at 21:12

Eine Stimme der Vernunft. Danke dafür, dass man in Netz so etwas noch finden kann.



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